Der Polterabend

Die Tradition am Vorabend der Hochzeit einen Polterabend zu feiern, hat den gleichen Ursprung wie das Sprichwort "Scherben bringen Glück". Dabei ging es zunächst gar nicht um Scherben wie wir sie heute kennen. Das Wort "Scherbe" war nämlich früher eine Bezeichnung für alle Gefäße - nicht nur zerstörte. Insofern sollen viele Scherben dem Brautpaar eigentlich viele Gefäße bringen, die stellvertretend für genügend Vorräte stehen.

Wie groß müssen wir unseren Polterabend feiern?

Der Polterabend findet traditionell im Haus der Brauteltern am Abend vor der Hochzeit statt. Es spricht allerdings viel dafür, die Feier ein paar Wochen vor der Hochzeit auszurichten. Schließlich werdet Ihr am Abend vor Eurer Hochzeit kaum die Muße haben, den Polterabend richtig zu genießen.
Überhaupt solltet Ihr - ganz gleich wie groß Ihr Eure Hochzeit feiert - den Polterabend eher schlicht gestalten. Niemand erwartet von Euch ein großes Fest mit viel Brimborium. Ein paar Bierbänke im Garten, gekühlte Getränke, ein paar kleine Snacks und gute Musik - mehr braucht Ihr nicht für einen gelungenen Polterabend.

Bringen die Gäste wirklich altes Geschirr mit?

Ja, allerdings. Die Gäste sollten altes (auch kaputtes) Geschirr, Blumentöpfe oder was immer sie sonst an Keramik und Porzellan entbehren können mitbringen und es lautstark vor die Haustür werfen. Aber Achtung: Gläser und Spiegel dürfen auf keinen Fall mitgebracht und zerworfen werden - beides würde Unglück bringen.

Was macht das Brautpaar mit den Scherben?

Wenn die letzten Gäste Eures Polterabends ihr Geschirr auf den Haufen vor der Tür geworfen haben, sollen Braut und Bräutigam den Scherbenhaufen gemeinsam beseitigen. Auf diese Weise sollen sie sich daran gewöhnen, dass sie von nun an Hand in Hand arbeiten müssen.

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